REGGAENEWS Review: Clinark “Journey To Foreign”
Fast vier Jahre hat es gedauert bis Clinark seine Soloplatte „Journey to Foreign“ veröffentlichen konnte doch die lange Entstehungsdauer hat der Qualität nicht geschadet.
Clinark hatte schon vorher in verschiedensten Bands und Combos gearbeitet, bis er sich 2004 dazu entschied in London ein Solo Album zu produzieren, wofür er sich der Mitarbeit der Szenengrößen Mafia und Fluxy sicherte, die auch gleich die Drum und Bass-lines einspielten. Schon vorher hatte sich der Musiker aus Bermuda einen Namen als „Reggae Torch“ gemacht und mit seiner phantastischen Stimme und seiner rootsigen Bühnenpräsenz an die gute alte Zeit der 70er und frühen 80er Jahre erinnert. Sein Werdegang zeigt deutlich seine musikalischen Fähigkeiten, die weit über einfaches Talent herausreichen und man merkt schnell, dass hier jemand es wirklich gelernt hat Musik zu machen. Auch wenn Bermuda nicht gerade für die typische karibische Reggaeszene steht, scheint doch gerade von hier eine neue Größe des Reggaes zu kommen, die eben nicht durch seine jamaikanische Herkunft überzeugt, sondern durch sein musikalisches Repertoire. Dieser Mann kann nicht nur singen, sondern hat auch jeden einzelnen seiner 19 Riddims selbst produziert und unter seiner Regie von erfahrenen & namhaften Musikern einspielen lassen.
So ist ein großes Roots-Culture Album in der Tradition seiner eigenen musikalischen Vorbilder Aswad, Morgan Heritage oder Luciano entstanden. Letzterer ist auch gleich mit dem Titel Glorify vertreten. Außerdem findet man weitere bedeutende Namen der aktuellen Roots–Culture Scene wie Maxi Priest, Fantan Mojah oder Troy Anthony.
Diese Platte wird hier genauso für Furore sorgen, wie seit Sept. 2008 in England, wo sie längst aus der Subkultur in die Radio-Charts geklettert ist.
Mir persönlich klingen die Riddims doch ein wenig zu sehr nach Computer und die Bässe könnten tiefer sein, dennoch freue ich mich demnächst auch Clinark auf hiesigen Dances zu hören.
Direct link for the new single “I´LL BE THERE” : HERE
REGGAENEWS Review: Mellow & Pyro, Ratz Fatz Peng
Mellow & Pyro, Ratz Fatz Peng:
Zu erst muss man sagen, dass die Platte in keinem Fall Platzverschwendung in einer gut gepackten Grilltasche darstellt. Sie eignet sich geradezu perfekt für einen Grillabend an einem deutschen Flussstrand um dort von tropischen zu träumen.
Auf der Platte haben es die Bühnenmusiker Mellowmark und Pyromerz zusammen mit der Combo Ruffcats verstanden ihre so oft auf Festivals bewiesenen Fähigkeiten auf Vinyl zu pressen. Dabei fröhnen sie einem eher ungewohnten Stilmix aus Reggae, Ska, Soul, Hip Hop und Latin Rock. Einige der Songs mögen an Jan Delay erinnern, andere eher an Mano Chao. Wobei aber auch tanzbare Skasongs das Gesamtpaket abrunden.
Dieser Mix macht es möglich die Platte von eins bis sechzehn durch zu hören, ohne genervt zu werden, was ja leider eher zu einer Seltenheit geworden ist, hier aber Programm zu seien scheint. Swingender Reggae löst sich ab mit chilligem Latin Sound ala Mano Negra.
Und gerade wenn man Gefahr läuft in Kopfnicken abzudriften, weckt ein der Skasong „Tanz im Regen“ wieder auf.
Es würde nicht verwundern, wenn man beim Sonntags Spaziergang durch den Park vorbei an grillenden bunten Gruppen von überall mit den Songs von Ratz Fatz Peng beschallt werden würde. Wie schon gesagt eine Sommer Park Grill Platte, die Lust auf mehr macht.








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