Reggaenews Special: Lee Everton “Sing A Song For Me”
1st Single taken from the upcoming Album "Sing a Song for me" by Rootdown Records
Bei all ihrer Detailfülle bleiben Lee Everton’s Songs – im angenehmsten Sinne – schlicht, unprätentiös, easy like sunday morning. "Ist das nun Songwriter-Reggae? Oder Soul-Reggae?", fragt der Künstler. "Ist das Etikett nicht scheißegal?", fragt der Verstand zurück.
"Ich will positive, aufbauende Musik machen." Lee Everton hat sich damit eigentlich ein bescheidenes Ziel gesetzt. Wie schwer gerade die oft zu verwirklichen sind: Der Musik des bärtigen Zürcher Barden ist davon nichts, aber auch gar nichts anzumerken. Locker, luftig, wie ohne große Überlegungen aus dem Handgelenk geschüttelt, versprühen seine Melodien den Charme eines lässigen Sommertags.
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Dabei trägt der Singer/Songwriter mit dem unverhohlenen Faible für karibische Grooves die Bürde schwergewichtiger Vergleiche: Während seine durchaus tiefschürfenden Texte und die deutlich vom Reggae beeinflussten Arrangements Kritikern Parallelen zu den beiden großen Bobs – Bob Dylan und Bob Marley – abnötigten, erinnere sein charakteristischer, trotzdem unaufdringlicher Gesang an den Van Morrisons.
Lee Everton sieht derlei – wie es seine Art ist – gelassen: "Ich halte Morrison für einen der besten weißen Sänger. Ich habe seine Platten oft gehört."
Sein Stil entstand freilich nicht über Nacht. Der gebürtige Zürcher kehrt Anfang der 90er, gerade 18- jährig, seiner Heimat den Rücken. An der Jamaican School of Music in Kingston entfaltet sich seine Liebe zum Sound der Karibik zu voller Blüte. Zurück in der Schweiz leistet er in den Reihen der Formation Sendak als MC und Gitarrist Pionierarbeit in der eben erst im Entstehen begriffenen eidgenössischen Rap- und Reggae-Szene, sucht aber bald nach eigenen Ausdrucksformen: "Ich begann, mit Instrumenten und Rhythmus-Elementen zu experimentieren und fand nach einiger Zeit ein Muster, das für mich funktionierte."
Lee Evertons Werdegang spiegelt sich, wie auch seine Weltoffenheit, in seinem Sound, dem er 2007 mit seinem Debüt "Inner Exile" ein erstes Denkmal setzt. "Sing A Song For Me" setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Noch immer dreht sich alles um Gefühl, Melodie, Inhalt und deren harmonisches Zusammenspiel.









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